Wegener Hüte und Mützen

Wegener- immer ganz oben!

http://wegener.org/

Seit über 195 Jahren ist die Firma R&M Wegener die Adresse für modische Kopfbedeckungen für Damen, Herren und Kinder. Ein Unternehmen mit circa 60 Mitarbeitern in der Mitte Deutschlands bietet die modischen Statements für alles auf dem Sektor Accessoire Hut und Mütze. Zylinder- und Westernhüte gehören ebenso zu dem Programm, wie Herrenmützen, Damenhüte und ein breites Spektrum von Kinderkopfbedeckungen. Des Weiteren zählt Wegener seit Tokio 1964 zu den Austattern der olympischen Nationalmannschaft.

Auf ungefähr 9000 qm befinden sich in drei Betrieben in Lauterbach, Produktion und Lager. Durch die hervorragende Verkehrsanbindung und die zentrale Lage ist der Besuch für den Handel sehr attraktiv.

Geschichte

Die Entwicklung der Firma fällt in historisch unruhige Epochen. Trotzdem haben es die verantwortlichen Leiter in allen Zeiten verstanden, ihre klare Geschäftspolitik unbeeinflusst fortzusetzen. Der Erfolg hat ihnen recht gegeben. Ein Mann namens Nicolaus Hinrich Dubbers erschuf 1816 in der HH-Altonaer Hauptstadt jene Hutfabrik.

1867 wurde in Altona die Firma N. H. Dubbers als Handelsgesellschaft eingetragen mit den Teilhabern Johann und Eduard Dubbers und Theodor Ferdinand Wegener, den Söhnen und dem Schwiegersohn des Gründers. Dessen Söhne, Robert und Maximilian (daher R&M Wegener), wurde später die technische und auch kaufmännische Leitung des Betriebes übertragen.

1884 wurden Robert und Maximilian Wegener zusammen mit ihrem Vetter Nicolaus Hugo Dubbers, einem Enkel des Firmengründers, als Gesellschafter eingetragen. Da allerdings in Altona das Lohnniveau rapide anstieg, beschloss Robert Wegener die Firma in das oberhessische Blitzenrod/Lauterbach zu verlegen, da dort ein Grundstück einer abgebrannten Spinnerei zum Verkauf stand. Besonders günstig war das Vorhandensein einer starken Wasserkraft dort, die auch heute noch zum Antrieb einer Turbine zur Stromgewinnung dient.

Die offizielle Verlegung des Unternehmens fand am 1. März 1884 statt. Im Mai 1885 wurde der Betrieb dann mit 50 Arbeitern in Betrieb genommen. Die Firma errichtete in Lauterbach 8 Häuser für Mitarbeiterfamilien.

Im April 1888, nachdem Nicolaus Dubbers aus der Firma ausgeschieden war, wurde die Firma umstrukturiert und nannte sich von nun an "Haarhutfabrik R.&M. Wegener".

Mit 59 Jahren im Jahre 1904 zog sich nun Robert Wegener aus dem Geschäftsleben zurück. Seit beiden Söhne Kurt Theodor und Edgar rückten nach und übernahmen 1914 die Betriebsleitung. Durch die Wasserkraft wurde die Stromversorgung durch eine Turbine, deren Nachfolger auch heute noch vorzufinden ist, in ganz Blitzenrod gewährleistet. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen errichteten die beiden Brüder mehr Häuser für die Arbeiterfamilien, da die Arbeiterzahl auf mehr als 250 angestiegen war, und ließen diese dort für niedrigste Mieten wohnen. Diese und andere Maßnahmen trugen zusammen mit anderen sozialen Leistungen dazu bei, dass ein gutes persönliches Verhältnis und ein ausgezeichnetes Arbeitsklima entstand - bis heute.

Während des 2. Weltkrieges fiel Edgar Wegener, so dass sein Bruder Kurt die komplette Leitung in der Blitzenröder Haarhutfabrik übernahm. Ihm verdankt das Unternehmen seine heutige Bedeutung. Vergrößerungen wurden von ihm nach reiflicher Überlegung in Angriff genommen, die Modernisierung des Betriebes nahm einen guten Teil seiner Kräfte in Anspruch.

Kurt Wegener hielt die Leitung der Firma bis ins hohe Alter fest in seinen Händen. Er starb im 80. Lebensjahr am 13.11.1960. Er hatte 5 Kinder, 3 Söhne und 2 Töchter.

Klaus Theodor Wegener und Hans Wegener übernahmen nach 1945 die Leitung der Firma.

Ein umfangreiches technisches Können und Wissen erwarb sich Klaus Theodor Wegener während verschiedener Aufenthalte in den Vereinigten Staaten. In Dallas/Texas erlernte er die Spezialherstellung des Resistol-Hutes und schuf ein gutes, fast freundschaftliches Verhältnis zu der Firma Resistol. Es war sein Verdienst, dass die Firma R&M Wegener im Jahre 1958 die Lizenz für die Herstellung der Resistol-Markenhüte erhielt.

Bis zum 4. September 1966 leiteten die beiden Gebrüder Wegener gemeinsam den nun schon seit vier Generationen im Familienbesitz befindlichen Betrieb. Am Abend dieses Tages schlug ein unerbittliches Schicksal zu: Klaus Wegener fiel einem Autounfall zum Opfer. Er hinterließ im Betrieb eine nur schwer auszufüllende Lücke. Aus der Ehe Klaus Wegeners gingen zwei Söhne hervor, Hans Theodor und Dirk Wegener, die 1949 und 1952 geboren wurden.

Heute leitet sein ältester Sohn Hans Th. Wegener den Betrieb. Er hat viele Erfolge verbuchen können. Die Ausstattung der Olympioniken, verschiedene Wirtschaftspreise gehen auf sein Konto und ihm verdankt die Firma ihren äußerst hohen Bekanntheitsgrad. Gekrönt wurde Wegener's Engagement durch den "Mein Gutes Beispiel"-Preis, verliehen von Liz Mohn und der Bertelsmannstiftung für seine sozialen unternehmerischen Aktivitäten.

Heute ist Wegener ein moderner, rationalisierter Betrieb, dem aber auch die zwischenmenschliche Note des Familienunternehmens noch eigen ist.

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