Vorbei sind zum Glück die Zeiten, als verschämt ein Werbekäppchen aufgesetzt oder gar ein Taschentuch um den Kopf gebunden wurde, wenn es in der Sonne gar nicht mehr auszuhalten war. Nein, so möchte sich heute niemand mehr sehen lassen – muss auch niemand, denn Kopfbedeckungen sind das Trend-Accessoire des Sommers, das mit wenig Aufwand modische Inszenierungen erlaubt und dabei noch gesunden Nutzen stiftet.
Insbesondere die empfindliche Gesichtshaut wird am besten mit einer Kopfbedeckung vor schädlicher Sonneneinwirkung geschützt, wenn Schild oder Krempe auch Nase, Stirn und Ohren Schatten spenden und das Material stimmt: Besonders leistungsfähig sind hierfür Strohhüte aus pflanzlichen Fasern oder Kopfbedeckungen aus Funktionsstoffen mit speziellem UV-Schutz. Beide erlauben einen 40 bis 80 Mal längeren Aufenthalt in der Sonne als mit ungeschütztem Kopf. Zum Vergleich: Beim Schatten von Baum oder Sonnenschirm liegen diese Werte nur zwischen fünf und 15.
Doch wie kommt der Hut, dieser unverzichtbare Reisebegleiter, an den Urlaubsort, wenn man ihn unterwegs nicht auf dem Kopf haben möchte? Zum einen gibt es – selbst im Bereich der Strohhüte – immer mehr knautsch- und rollbare Modelle. Und sonst raten Experten, den Hut mit Wäsche und Strümpfen zu füllen und dann komplett von Wäsche umgeben in den Koffer zu legen – da passiert dem guten Stück nichts.
Kate Middleton, Herzogin von Cambridge, wurde von der Headwear Association nach einer Online-Abstimmung zur Hutträgerin des Jahres ernannt. Damit übernahm sie diesen heißbegehrten Titel von Johnny Depp. Man muss aber weder royal noch berühmt sein, um durch Hüte Stil und Lebensfreude auszudrücken und auf Wunsch den eigenen Typ zu betonen oder zu verändern. Das zeigen das Straßenbild und Anlässe im privaten Kreis. Neben Hüten sind auch Kappen modische Trendsetter und sportliche Begleiter und lassen wasserabweisend und mit UV-Schutz ausgestattet keine funktionalen Wünsche offen. Und nach dem oskarverwöhnten Film „The Artist“ möchte sowieso niemand mehr „oben ohne“ gehen.
Hüte und Kappen sind immer alltagstauglich und anlassgerecht. Die wichtigsten Trends für diesen Sommer sind hochwertige Panama-Strohhüte, die übrigens aus Ecuador kommen und ihren Namen der Tatsache verdanken, dass sie von Panama in die ganze Welt verschickt werden und Theodore Roosevelt 1906 beim Besuch des Panamakanalbaus ein Modell trug, dessen Bild um die Welt ging. Gerade in diesem Sommer zeigt sich der Panama-Hut neben seiner immer stilvollen klassischen Variante in Naturtönen mit breiter Krempe auch modisch in schmalen Formen und einer Vielfalt von Farben. Und das gilt auch für Stoff- und alle anderen Hüte: Die schmalen Herrenformen Trilby und Porkpie werden auch von den Damen gerne getragen, die daneben aber auch mit Cloche/Glocke oder Flapper/Schlapphut modisch voll im Trend liegen. Bei gesellschaftlichen Anlässen werden neben zarten und geschmückten Stroh- und Organza-Hüten immer mehr Fascinatoren gesehen: duftige Gestecke oder ganz flache oder winzige Hüte, die mit Kämmchen oder Reif unauffällig im Haar befestigt werden. Bändchenhüte machen in der Freizeit Spaß. Bei den Herren liegen Caps im Trend in häufig flachen und sehr gefällig schlanken Formen, sie setzen aber auch als Ballonmütze Akzente. Auf Wunsch schmückt man sich kunterbunt: Bei den Herren wird Blau neben den gedeckten Klassikern immer wichtiger, und bei den Damen ist das Farbangebot unendlich.
Und wo SIE mit duftigem Fascinator, geschmücktem Strohhut oder federleichtem Organza glänzt, verblasst auch ER nicht mit markantem Panama.
Und wer immer noch glaubt, er könne keine Kopfbedeckung tragen, hat sich noch nie im Hutfachgeschäft beraten lassen! Es passt zwar wirklich nicht jeder Hut auf jeden Kopf, aber umgekehrt gibt es garantiert zu jedem Gesicht und Anlass eine optimale Kopfbedeckung.
(Quelle: www.hut-mode.de)
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